Kurz und knapp: Das Wichtigste im Überblick
Hyperhidrose Behandlung mit Medikamenten
Der Einsatz von Medikamenten gegen übermäßiges Schwitzen
Es gibt unterschiedliche Medikamente zum Einnehmen gegen das Schwitzen. Auf der einen Seite gibt es homöopathische Mittel, aber auch pflanzliche Mittel und schulmedizinische Tabletten – je nach individueller Erfordernis. Die schulmedizinischen Medikamente sind sogenannte Anticholinergika, Psychopharmaka oder Beta-Blocker. Es gibt mehrere Medikamente mit unterschiedlichem Erfolg. Die Klasse der Anticholinergika hat gezeigt, dass sie die Hyperhidrose reduziert. Nebenwirkungen können hierbei Schläfrigkeit und Mundtrockenheit sein.
Tabletten gegen starkes Schwitzen (Hyperhidrose)
Da Tabletten, die für die Hyperhidrose teils starke Nebenwirkungen aufzeigen, können auch andere Tabletten gegen Schwitzen eingesetzt werden, welche als Nebenwirkung eine Reduzierung des starken Schwitzens aufweisen. In der Medizin spricht man hierbei vom sogenannten „Off-Label-Use“: Das bedeutet, dass ein Medikament außerhalb des offiziellen, vom Hersteller zugelassenen Anwendungsgebiets verschrieben wird.
Zu diesen Off-Label-Präparaten zählen unter anderem bestimmte Antidepressiva, Antiepileptika, Betablocker oder Kalziumantagonisten. Eine solche Therapie darf jedoch ausschließlich durch einen Arzt erfolgen, da sie aufgrund der komplexen Wirkungsweise eine sorgfältige Abwägung erfordert.
Oft werden wir gefragt, ob es gezielte Tabletten gegen Schwitzen am Kopf oder Tabletten gegen Schwitzen im Gesicht gibt. Hier ist ein wichtiger Hinweis: Systemische Tabletten gegen Schwitzen wirken nicht lokal, sondern beeinflussen den Schweißfluss am gesamten Körper.
Die Verordnung ist angebracht, wenn:
- mildere Verfahren nicht zum Erfolg führen oder
- Betroffenen am ganzen Körper schwitzen.
Nur unter ärztlicher Aufsicht!
Erstmals publiziert am: 12.05.2011
Aktualisiert: 16.6.2026